Speditionslexikon A - G

 

 

 

3 letter code
3 Buchstaben Akürzung eines Flughafens (z.B. JFK)

 

 

ADR
Accord européen relatif au transport international des marchandises Dangereuses par Route
Das Europäische Übereinkommen über die Beförderung gefährlicher Güter auf der Straße enthält besondere Vorschriften für den Straßenverkehr hinsichtlich Verpackung, Ladungssicherung und Kennzeichnung von Gefahrengut.

 

Ad Valorem
Wertfracht, basierend auf einem %-Satz des Warenwerts

 

Akkreditiv
Das Akkreditiv ist im wesentlichen das Versprechen einer Bank, dem Begünstigten für Rechnung ihres Auftraggebers einen bestimmten Betrag in der vereinbarten Währung zu zahlen, falls der Begünstigte innerhalb eines festgelegten Zeitraumes die vorgeschriebenen Dokumente einreicht. Massgebend für die Rechtsbezeichnung und Verhaltensregeln unter einem Akkreditiv sind die Einheitlichen Richtlinien und Gebräuche für Dokumenten-Akkreditiv (ERA) der Internationalen Handelskammer in Paris.
Man unterscheidet das widerrufliche und das unwiderrufliche Akkreditiv.

 

All Risk
Transportversicherung gegen alle Gefahren. Hauptsächlich wird diese Deckungsart für hochwertige Waren verwendet. Immer häufiger wird sie jedoch auch im allgemeinen Akkreditivgeschäft vorgeschrieben, um einen umfassenden Versicherungsschutz zu erhalten.

 

ATD
A
ctual Time of Departure, Tatsächliches Abfahrtsdatum

 

AWB
A
ir Waybill, Luftfrachtbrief
Das Dokument enthält Informationen über den Abschluss und Inhalt eines Frachtvertrages im Luftverkehr und übernimmt die Funktionen der Empfangsbestätigung durch den Carrier, des Warenbegleit- und Sperrpapiers sowie der Auslieferungsquittung für den Empfänger. Form und Inhalt des AWB sind durch das Warschauer Abkommen, das Haager Protokoll sowie durch die IATA-Beförderungsbestimmungen geregelt.

 

AZA
A
usfuhrzollabfertigung

 

B2B
B
usiness to Business
Bezeichnet geschäftliche Transaktionen zwischen gewerblichen Nutzern, die entweder mit Hilfe von Serviceanbietern oder als direkte Verbindung über das Internet abgewickelt werden.

 

B2C
B
usiness to Costumer
Bezeichnet geschäftliche Transaktionen ausgehend von gewerblichen Nutzern und zielend auf private Kunden, die häufig mit Hilfe von Serviceanbietern über das Internet abgewickelt werden.

 

BAF
B
unker Adjustment Factor, Treibstoffzuschlagseinheit (Seefracht)

 

Belly
Flugzeug Laderaum unterhalb des Passagierdecks

 

Beschaffungslogistik
Kann als Oberbegriff für alle Logistik-Tätigkeiten verstanden werden, die der Versorgung einer Organisation mit Material, Dienstleistungen, Betriebs- und Arbeitsmitteln aus betriebsexternen Quellen (Güter- und Dienstleistungsmärkte) dienen.

 

Bid Bond
Offertgarantie der Bank. Diese Sicherstellung wird in Zusammenhang mit öffentlichen Ausschreibungen verlangt.  

 

BRZ
B
rutto Raum Zahl, Vorschrift über die Schiffsvermessung

 

Bulk Cargo
Massengüter

 

Bulk Unitization Program
Möglichkeit einer Anmietung von Luftfracht Containern bei IATA-Fluggesellschaften

 

CAD
C
ash Against Documents, Bezahlung gegen Dokumente

 

CAF
C
urrency Adjustment Factor
Prozentueller Zuschlag auf eine Seefracht laut Tarif zum Ausgleich von Frachtverlusten durch Wechselkursschwankungen.

 

Carnet ATA
Internationaler Freipass und Geleitschein, der für mehrere vorübergehende Ein-, Aus- oder Durchfuhren von Waren verwendet wird und für mehrere Staaten gültig ist. Es ist keine Sicherstellung der Zollabgaben notwendig, da die Handelskammern gegenüber dem Zoll haften. Verwendung z.B. für Handelsreisende.

 

Carnet TIR
Transport International de machandises par la Route
Internationaler Geleitschein für den Transit von Gütern im Straßenverkehr. Für Transporte, die innerhalb des EG-/EFTA Raumes anfangen und enden, darf das Carnet TIR nicht angewendet werden.

 

CEMT
C
onférence Européene des Ministres des Transports, Europäische Verkehrsminister Konferenz
Institutionalisiertes Forum und Organ der europäischen Regierung zur Harmonisierung europäischer Verkehrsangelegenheiten und der nationalen Gesetzgebungen.

 

Charge
Begrenzte Werkstoffmenge. Bei verschiedenen Chargen können trotz gleicher Fertigungsvorgaben durch leicht unterschiedliche Produktionsbedingungen qualitative Unterschiede auftreten.

 

Charter
Bedarfsverkehr in der Luftfahrt. Im Gegensatz zum Linienverkehr, der regelmäßige Flüge garantiert, wird im Charterverkehr nur bei Bedarf geflogen. In der Luftfracht verwendet man folgende Ausdrücke, um das angebotene Dienstleistungsprodukt zu definieren:

  • Vollcharter: Der Verlader sucht Frachtraum. Die ganze Kapazität eines Flugzeuges wird für die fixe Strecke von A nach B von der Luftverkehrsgesellschaft an den Verlader verkauft.
  • Teilcharter: Unter den gleichen Bedingungen werden Teile der Kapazität verchartert oder es beteiligen sich mehrere Verlader am gleichen Chartervertrag.
  • Splitcharter: Die Luftverkehrsgesellschaft verkauft Frachtraum auf bereits bestehenden, regelmäßigen, jedoch nicht planmäßigen Charterflügen.

 

CIM
C
onvention Internationale concernant le transport Marchandises par chemins de fer
Internationales Übereinkommen über den Eisenbahnverkehr. Stellt die Rechtsgrundlage im internationalen Bahnverkehr dar.

 

CMR
C
onvention Relative au Contrat de Transport International de Marchandises par Route
Übereinkommen über den Beförderungsvertrag im internationalen Straßengüterverkehr. Regelt den Straßengütertransport zwischen allen Vertragsstaaten, ist zwischen diesen zwingend anzuwenden und bildet gültiges internationales Recht, welches dem jeweiligen Landesrecht vorgeht.

 

COD
C
ash on Delivery, Bezahlung bei Auslieferung

 

Consignment note
Frachtbrief

 

Container
Genormte Behälter, insbesondere Großbehälter unterschiedlicher Konstruktion im internationalen Güterverkehr. 

  • 20' Container: Innenmaß: ca. 590cm x 230cm x 235cm, Innenvolumen: 32m³ 
  • 40' Container: Innenmaß: ca. 1190cm x 230cm x 235cm, Innenvolumen: 64m³
  • Luftfrachtcontainer: richten sich nach der Flugzeugtype, gibt es in Größen ab ca. 4,5m³

 

Container Safe Convention
Seit 1982 gültige Vereinbarung über die Sicherheit von Containern. Container müssen alle 2 Jahre einer Kontrolle unterzogen werden.

 

CSC
C
ontainer Service Charge, Anlieferungsgebühr für komplette Container

 

Crossdocking
Kann allgemein als eine distributionslogistische Tätigkeit angesehen werden, die auf ein schnelles Umschlagen und bedarfsgerechtes Auflösen von Warensendungen innerhalb eines bestimmten Umschlagortes abzielt.

 

D/A
D
ocuments against Acceptance, Dokumente gegen Akzeptanz (z.B. Wechsel)

 

Delivery Order
Die Delivery Order ist ein Konnossements-Teilschein. Wenn der Empfänger die Sendung auf mehrere Endempfänger verteilen will, kann er das Original-Konnossement dem Seefrachtführer zurückgeben und dafür für jede Teilsendung eine Delivery Order verlangen. Jeder Endempfänger kann dann seine Teilsendung beziehen. Wird aber in gewissen Ländern auch nur als Lieferschein verwendet.

 

Demurrage
Liegegeld für Schiffe und Container welche nicht in der vorgesehenen Frist gelöscht oder beladen werden.

 

DGR
IATA Dangerous Goods Regulations, Ordnung für den Transport gefährlicher Güter im Luftverkehr

 

Distributionslogistik
Befasst sich mit allen physischen und administrativen Prozessen der Warenverteilung von einem Industrie- oder Handelsunternehmen zur nachgelagerten Wirtschaftsstufe bzw. zum Konsumenten. Unter Berücksichtigung der Anforderungen des Lieferservices gilt es, die richtige Ware in der richtigen Qualität und Quantität zum richtigen Zeitpunkt an den richtigen Ort zu bringen.

 

Direktverkehr
Bezeichnung für Verkehre zwischen einem Liefer- und Empfangspunkt ohne Wechsel des Transportmittels.

 

D/P
D
ocuments against Payment, Dokumente gegen Zahlung

 

EFTA
E
uropean Free Trade Association, Europäische Freihandelszone

 

Embargo
Vorübergehendes Verbot, Sendungen zu einem bestimmten Ort bzw. Land zu versenden

 

ETA
E
xpected Time of Arrival, erwartetes Ankunftsdatum

 

ETD
E
xpected Time of Departure, erwartetes Abfahrtsdatum

 

ETS
E
xpected Time of Sailing, erwartetes Verschiffungsdatum

 

Euro-Palette
Außenmaß: 120cm x 80cm x 14,4cm, Gewicht: ca 25kg

 

EUST
Einfuhrumsatzsteuer
Steuer, die bei der Einfuhr von Waren aus Drittländern erhoben wird.

 

EZA
E
infuhrzollabfertigung

 

FCL
Full Container Load, Komplette Containerladung

 

FCR
Forwarders Certificate of Receipt, Spediteur Empfangszertifikat

 

FIATA
F
édération Internationale des Associations de Transitaires et Assimilés
Die 1926 gegründete FIATA ist die Internationale Föderation der Spediteurorganisationen. Aufgabe der Vereinigung ist es, bei der starken internationalen Verflechtung des Transportverkehrs die Mitgliederinteressen auf internationaler Ebene zu bündeln.

 

FIO
F
ree In and Out, Stauungs- und Entstauungskosten

 

Frachtführer
Unternehmen das für den Transport eingesetzt wird

 

Frachtvertrag
Ist jeglicher Vertrag über eine Güterbeförderung zu Lande, zu Wasser und in der Luft und unterliegt im internationalen Verkehr internationalen Abkommen (z.B. CMR)

 

GATT
G
eneral Agreement of Tariffs and Trade, Allgemeines Zoll- und Handelsabkommen

 

Gefahrgut
Stoffe und Gegenstände, von denen während des Transports Gefahren ausgehen können. Hierzu gehören radioaktive, explosive, leicht brennbare, giftige und ätzende Chemikalien.

 

Gefahrgut Klassifizierung
Das Gefahrgut wird zum Transport in folgende 9 Gefahrklassen unterteilt:

  • Klasse 1: Explosivstoffe
  • Klasse 2: komprimierte Gase
  • Klasse 3: Leicht entzündliche Flüssigkeiten
  • Klasse 4: Leicht entzündliche Feststoffe
  • Klasse 5: Oxidträger, organische Peroxide
  • Klasse 6: Giftstoffe, infektiöse Stoffe
  • Klasse 7: Radioaktives Material
  • Klasse 8: Ätzende Stoffe
  • Klasse 9: verschiedene gefährliche Güter